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Verein für

Homöopathie & Naturheilweise

Oberkochen

Jubiläum

 

 

Schwäbische Post vom 18. Juli 2013


75 Jahre und immer noch sehr rege


Der erste Ausflug führte 1938 in den botanischen Garten nach Heidenheim. Damals nannte man sich noch Homöopathischer Verein Oberkochen. Nach dem Motto zurück zu den Wurzeln hat der Verein für Homöopathie und Naturheilweise zum 75-jährigen Bestehen das Weleda-Erlebniszentrum in Schwäbisch Gmünd besucht.


"Viele Vorstände und Ausschussmitglieder haben den Verein in den vergangenen 75 Jahren zu dem gemacht, was er heute ist", meint Vorsitzende Agathe Barth. Man blicke nicht ohne Stolz auf eine lange und erfolgreiche Zeit im Zeichen der Homöopathie und Naturheilweise zurück, die Monatsvorträge fänden weit über Oberkochen hinaus großes Interesse. 1975 wurde der Verein umbenannt. Unverändert vertritt er die klassische homöopathische Heillehre nach Dr. Samuel Hahnemann.


Mit einem voll besetzten Bus ging es jetzt ins Weleda-Erlebniszentrum nach Schwäbisch Gmünd, wo die Vereinsmitglieder Einblicke in die Tinkturen-Herstellung und den Heilpflanzengarten erhielten. Außerdem durften sie die umliegenden Felder in Augenschein nehmen. Auf einer Fläche von 23 Hektar wachsen 260 Pflanzenarten. Die Teilnehmer waren angetan von der anschaulichen Darstellung der Firmenphilosophie. Der Jubelverein geht nun in die Sommerpause. Der nächste Vortrag findet am 16. September im Schillerhaus statt, das Thema lautet "Psycho Physiognomik - was uns das Gesicht verrät".

 

 

"Der Verein für Homöopathie und Naturheilweise zu Gast im Heilpfanzengarten der Firma Weleda" (Foto: su)





Schwäbische Post vom 05. Juli 2013


75 Jahre und immer noch sehr rege


Verein für Homöopathie und Naturheilweise wird 75 - Ein kleiner, aber sehr reger Verein


"Similia similibus curentur": Heile Ähnliches mit Ähnlichem. Diesen Spruch von Samuel Hahnemann, der die Lehre vor 225 Jahren systematisch aufgebaut hatte, hat sich der Verein für Homöopathie und Naturheilweise ins Stammbuch geschrieben.


"Längst gefühltem Wunsch und Bedürfnissen entsprechend soll in Oberkochen ein homöopathischer Verein gegründet werden", hieß es in der Satzung des Vereins, der am 4. Dezember 1938 gegründet wurde. 48 Mitglieder hatten es sich zum Ziel gesetzt, nach der Lehre Samuel Hahnemanns die Gesundheit zu fördern. Heilen mit Arzneimitteln aus der Natur.


"Um diese Heilmittel genau zu kennen, bedarf es großer Sachkenntnis", betont die Vorsitzende Agathe Barth.


Bei den Barths ist Homöopathie Familiensache. Joachim Barth ist Schriftführer. Im letzten Jahr "beerbte" Agathe Barth den langjährigen Vorsitzenden Hubert Schlosser, der seit 1998 die Vereinsgeschicke geleitet hatte. "In der Gründungszeit hatte es in Oberkochen keinen ansässigen Arzt gegeben. Schon deshalb gab es den dringenden Wunsch, einen homöopathischen Verein zu gründen", sagt Agathe Barth.


Wörtlich heißt es im Protokoll der Gründungsversammlung: "Es kann nur von Nutzen sein, die homöopathische Heilmethode zu kennen, damit man nicht wegen jedem Katzendreck zum Arzt springen muss."


Den Mitmenschen helfen und Ratschläge zu geben, aus erster Hand und von guten Fachreferenten - dies hat sich der Jubelverein gerade in den letzten Jahren besonders vorgenommen. Jeden Monat werden Vorträge, Kurse und Informationsveranstaltungen zur Anwendung homöopathischer Mittel bei Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen geboten und es wird über eine gesundheitsbewusste Lebensweise und gesunde Ernährung informiert. Im Juli fällt der Vortrag zwangsläufig aus, weil Jubiläum gefeiert wird.


Am Samstag, 6. Juli, feiert man mit einem Ausflug zum Weleda-Erlebniszentrum mit Besuch des Heilpflanzengartens in Schwäbisch Gmünd. "Tradition verpflichtet", sagt Joachim Barth. Schon nach der Gründung hatte es einen botanischen Lehrgang in Heidenheim gegeben und just zum 75er wollte man statt einem Festakt lieber etwas familiäres bieten, das auch in die Philosophie des Vereins passt.


Heute hat der Verein rund 80 Mitglieder. Nicht nur Oberkochener, viele kommen aus dem Altkreis Aalen oder aus der Heidenheimer Ecke. Stark forciert wurde in der jüngsten Zeit die Öffentlichkeitsarbeit. Ein Handzettel ist entstanden, der übers Jahresprogramm informiert. 30 bis 40 Interessierte sind immer da bei den Vorträgen um Körper, Geist und Seele.


Den nächsten mit dem vielversprechenden Titel "Psycho Physiognomik - was unser Gesicht verrät" hat man am 11. September in petto. Referent im Schillerhaus wird Volker Thumm sein, Diplom-Psycho Physiognomiker und Leiter der Berufsausbildung der Firma Carl Zeiss AG.

 

 

"Vereinssache ist Familiensache", sagen Agathe und Joachim Barth. (Foto: ls)





Bürger und Gemeinde - Jubiläumsartikel


Unser Verein für Homöopathie und Naturheilweise feierte sein 75-jähriges Bestehen!


"Ein kleiner, aber sehr reger Verein", so wurde unser Verein im Zeitungsartikel der Schwäbischen Post vom 5. Juli 2013 beschrieben. Wir empfinden unseren Verein mit 80 Mitgliedern als gar nicht so klein, zumal es in ganz Aalen und Umgebung keinen vergleichbaren Verein gibt. Dafür aber in unserem Oberkochen und das schon seit einem dreiviertel Jahrhundert!


Viele Vorstände und Ausschussmitglieder haben den Verein in den vergangenen 75 Jahren zum dem gemacht, was er heute ist. Ein Verein, der sich an der Klassischen Homöopathie nach Dr. Samuel Hahnemann orientiert, der seine Aufgabe in der Verbreitung des homöopathischen Diagnose- und Heilverfahrens sieht, der Vorträge, Kurse und Informationsveranstaltungen anbietet und über eine gesundheitsbewusste Lebensweise und gesunde Ernährung informiert.


Im Jahr 1790 arbeitete der Arzt, Apotheker und Chemiker Samuel Hahnemann (1755-1843) an einer Übersetzung der Materia medica (von lateinisch materia = Stoff bzw. Thema und medicus = heilsam, heilend). Das Werk des englischen Medizinprofessors William Cullen befasst sich mit der Wirkung der Chinarinde bei einer Malaria-Erkrankung. Die Erläuterungen Cullens waren ihm zu spekulativ, sein eigenes Wissen über diese Rinde zu gering. Er unternahm einen Selbstversuch und stellte fest, dass sich wenige Stunden nach der Einnahme von Chinarinde die Symptome von Malaria einstellen. Er wiederholte das Experiment mehrmals mit dem gleichen Resultat und stellte damit die Weichen für die Lehre der Klassischen Homöopathie. In den folgenden Jahrzehnten prüft und dokumentiert Hahnemann rund 100 verschiedene Arzneimittel.


1810 erscheint das "Organon" (griechisch: das Werk), in dem Hahnemann die Gesetze und Prinzipien eines neuen und bis dato revolutionären Systems beschreibt. Er nennt es "Homöopathie", abgeleitet von den griechischen Wörtern homoios und pathos (ähnlich und Leiden) und bezeichnet damit die Behandlung mit Mitteln, die bei Gesunden ähnliche Wirkungen hervorrufen, wie sie bei Kranken vorhanden sind (Similia similibus curentur - Ähnliches durch Ähnliches heilen).


Die Erkenntnisse Hahnemanns haben weit reichende Konsequenzen: Eine Trennung in körperliche oder seelische Erkrankungen ist undenkbar. Eine Heilung kann nur durch eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen erfolgen. So therapiert die Homöopathie nicht "Krankheiten" sondern "kranke Menschen", deren Krankheitssymptome nach Hahnemann in einem eigenen tiefen inneren und individuellen Zusammenhang stehen.


Homöopathische Mittel wirken, indem sie die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und stärken. Voraussetzung sind eine gleichzeitig gesunde Ernährung und eine ausgewogene Lebensführung. Die Homöopathie heilt nicht nur die rein körperlichen Symptome von Krankheiten, sondern betont gleichermaßen die Vorsorge und den individuellen Beitrag, den jeder Mensch zu seiner Heilung leisten kann.


Seit über 200 Jahren beschäftigen sich Ärzte, Heilpraktiker und Patientenvereinigungen mit der Homöopathie und verbreiten Hahnemanns Lehre und die Klassische Homöopathie ist mittlerweile als alternative Therapieform in der Gesundheitspolitik anerkannt.


Die Gründung unseres Vereins erfolgte rund 100 Jahre nach dem Tod Hahnemanns im Jahr 1938. Wörtlich heißt es im Protokoll der Gründungsversammlung: "Es kann nur von Nutzen sein, die homöopathische Heilmethode zu kennen, damit man nicht wegen jedem Katzendreck zum Arzt springen muss."


Zu den Gründungsvätern zählten zahlreiche renommierte Bürger Oberkochens, die in ihrer konstituierenden Sitzung bereits damals beschlossen: "Längst gefühlten Wünschen und Bedürfnissen entsprechend soll hier ein homöopathischer Verein gegründet werden". Oberkochen zählte damals "nur" 1956 Bürger. Am Tag der Gründung zählte der "Homöopathische Verein Oberkochen" bereits 48 Mitglieder. Die erste Vereinsvorstandsschaft übernahm Anton Grupp, gefolgt von Alfons Grupp, Willi Steck, Paul Kloppe, Alfons Grupp, Heinz Himmel, Gebhard Schlosser, Veronika Rickmann, Paul Baumgärtner, Walburga Eggenmüller, Hubert Schlosser und der aktuellen Vorsitzenden Agathe Barth.


Der Vortrag "Heile Ähnliches mit Ähnlichem" des Schnaitheimer Ehrenvorsitzenden Eßlinger im Hirschsaal der Gemeinde, prägte diese Gründungsphase nachhaltig. Es folgten regelmäßige Monatsversammlungen mit klassisch homöopathischen Vorträgen mit bis zu 130 Zuhörern. Die nachfolgende Kampagne gegen den Impfzwang stieß auf ein breites Interesse in der Öffentlichkeit.


In der Zeit von Januar 1942 bis August 1947 ruhte unser Verein, denn es war in dieser Zeit nicht mehr möglich den homöopathischen Gedanken ohne Einmischung des Nationalsozialistischen Systems wertfrei fortzuführen. Durch rigide Maßnahmen wurde unsere homöopathische Bewegung der sogenannten "Volksmedizin" gleichgeschaltet und damit den Monopol- und Kriegsinteressen der chemische- pharmazeutischen Industrie unterworfen. Ungeachtet dieser politischen Situation blieb unser Verein aber im "Untergrund" aktiv und versorgte sich selbst und kranke Mitbürger durch einen verschwiegenen Kurier mit Homöopathika.


1947 wurde auf Betreiben der alten Vorstandschaft und mit Genehmigung der US-Militärregierung eine Neuzulassung erbeten, der im Januar 1950 zugestimmt wurde. Die Nachkriegszeit galt im Besonderen der Aktivität, Kontinuität, der Weiterentwicklung und der uneingeschränkten freien Meinungsfindung.


Unser Verein vollzog am 03. September 1950 seine 1. Namensänderung von "Homöopathischer Verein e.V." in "Verein der Homöopathie und Lebenspflege e.V. Oberkochen" und im Januar 1975 seine 2. Namensänderung in "Verein für Homöopathie und Naturheilweise Oberkochen, gegr. 1938". Mit der letzten Änderung wurde somit Platz geschaffen, alternative Heilverfahren, die eine natürliche Heilweise vertreten, zu unterstützen. Unverändert vertreten wir weiterhin die "Klassische homöopathische Heillehre nach Dr. Samuel Hahnemann".


1987 feierte unser Verein sein 50jähriges Jubiläum mit einem Festakt im Bürgersaal in Oberkochen. Zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft zollten dem Verein hohen Respekt und Anerkennung für seinen wichtigen Beitrag zur Bildung und Förderung des Gesundheitsbewusstseins in der Bevölkerung.


Für unser 75-jähriges Jubiläum haben wir uns bewusst für eine Feier in einem familiären Rahmen entschieden und sind am vergangenen Samstag mit einem voll besetzten Bus zum Weleda-Erlebniszentrum (Schwäbisch Gmünd) gefahren. Wir erhielten Einblicke in die Tinkturenherstellung, wurden durch den Heilpflanzengarten und die umliegenden Felder geführt (auf 23 Hektar wachsen 260 verschiedene Pflanzenarten, von denen 180 direkt vom Feld in die Tube kommen) und wurden in die Unternehmensphilosophie eingewiesen - das alles bei einem traumhaften Wetter!


Den ersten Ausflug, den unser Verein 1938 unternahm, war der Besuch der botanischen Gartens in Heidenheim, wie aus den Gründungsunterlagen zu entnehmen war, und dieser Tradition folgend wurde 75 Jahre später der bereits erwähnte Heilpflanzengarten der Firma Weleda besucht.


Damit möchten wir uns nun in die Sommerpause verabschieden und wünschen Ihnen eine schöne erholsame Zeit; bleiben Sie gesund!


Gleichzeitig möchten wir Sie zu unserem nächsten Vortrag am 11. September zum Thema "Psycho Physiognomik - was uns das Gesicht verrät" mit Dipl. Psycho Physiognomiker und Leiter Berufsausbildung Carl Zeiss AG Volker Thumm einladen.